Canon ProfiFoto Förderpreis 15/1 gewonnen.

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Die Bilderreihe “Die Alchemisten – Künstlerräume” hat beim Canon Profifoto Förderpreis 15/1 gewonnen!
Zusammen mit Phil Niggemeier haben wir Künstlerräume gesucht und unsere besondere Sicht auf solche Räume fotografisch dargestellt.
Wir haben an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet fotografiert. U.a. Dortmund, Herne, Recklinghausen.

Hier unser Konzept zur Fotoreihe:

Die Serie zeigt typologisch reale Arbeitsraume/ Wohnraume von Kunstlern aus unterschiedlichen Genres. Die Aufnahmen sind eine ikonisierte Darstellung der Kunstlerorte als echte Kulisse und Ort kreativer „Alchemie“.

Viele Fotografen, Musiker und Kunstler arbeiten von zuhause aus. Die Trennung von Freizeit und Arbeit gibt es kaum. So sind die Wohnraume gleichzeitig Kreativwerkstatten, in denen ausprobiert und experimentiert wird. Es ist das alchemistische Element, die Suche nach dem „kreativen Gold“ welches Gestalter und deren Wirkungsstatte eint. Spuren von nachtlicher Arbeit. Die Wohnung ist Ort der Inspiration und des kreativen Chaos. Teilweise unbewusst entstehen Spuren, die den Kunstler und sein Schaffen in einem authentischen Moment beschreiben.Sie beschreiben seine Intimitat. Nichtoffentliche Raume. Im Prozess verhaftet.
Kunstlerorte haben etwas Unbekanntes und Magisches. Man vermutet in jeder Ecke einen Erkenntnisgewinn.

Die Fotografien sind in realen unveranderten Wohnraumen entstanden. Das prozesshafte, nichtfertige dieser Arbeitswerkstatten bringen Dlugos & Niggemeier zum Ausdruck, in dem sie jene Ort als improvisierten Raum darstellen. Der Raum ist Kulisse geworden. Mittels digitaler Nachbearbeitung wurden die Raume aus ihrem Kontext genommen und durch Weglassen diverser Elemente, wie Decke und Seitenwande setartig dargestellt. Wir verlagern den Fokus weg von den fertigen Bildern und Musikstucken, hin zu den Orten in denen die Magie und das Alchemistisch- kunstlerische Element lebt und entsteht. Die Orte wurden zur Buhne ikonisiert. Es zeigt die Demontage, das Fragile in diesen kreativen Inseln. Die Idee des Idylls, fast hohlenartigen tritt mit digitalen Mitteln deutlich hervor.

Es ist kein Zufall, dass Karl Lagerfeld in seiner letzten Ausstellungsreihe eigens einen Raum inszeniert hat, der mit realen Mobeln und Werkzeugen seinen Arbeitsplatz darstellte.
Das Refugium des Kunstlers als letzte undurchschaubare Unbekannte, als Gegenentwurf zu entromantisierten Medienpostings . Ein heimlicher Blick durch das Schlusselloch auf die eigentliche Buhne des Kunstlers.

Alle Orte wurden speziell nach Ihrer asthetischen und besonderen Beleuchtung ausgewahlt. Als Zuspitzung fur das Thema wurden einzelne Bereiche der Raume mittels Mehrfachbelichtung und Retusche verdichtet.